Ratgeber zu Cluster Kopfschmerz

Ratgeber zu Cluster Kopfschmerz

Der Cluster Kopfschmerz („cluster“ engl. „Gruppe, Häufung“), ist eine Kopfschmerzerkrankung, die sich durch streng einseitige und in Attacken auftretende extremste Schmerzen im Bereich von Schläfe und Auge äußert. Die Bezeichnung „Cluster“ bezieht sich auf die Eigenart dieser Kopfschmerzform, periodisch stark gehäuft aufzutreten, während sich dann für Monate bis Jahre beschwerdefreie Zeiten anschließen können. Im folgenden Text finden Sie Informationen über Symptome, Ursachen, gängige Behandlung und ob es in der Homöopathie Möglichkeiten zur Behandlung gibt.

Ratgeber zu Cluster Kopfschmerz

  • Die Symptome von Cluster Kopfschmerz – Attacken: Clusterattacken haben eine spontane Dauer von 15 bis 180 Minuten. Am häufigsten sind die Attacken nachts zwischen 1 Uhr und 2 Uhr zu beobachten. Bei vielen Patienten ist es immer dieselbe Zeit. Meist handelt es sich um 1-8 Attacken pro Tag über einen Zeitraum von 4-8 Wochen. Gefolgt von einer längeren schmerzfreien Zeit. Männer sind laut Statistiken wesentlich häufiger von Cluster Kopfschmerzen  betroffen als Frauen. Bei über 50 % der Patienten beginnen die Attacken aus dem Schlaf heraus und der Schmerz in der Augenregion. Der Schmerz kann auch zur Stirn, Kiefer, Rachen und zum Ohr strahlen. Der Anstieg der Schmerzintensität ist sehr schnell. Die Patienten beschreiben den Cluster Kopfschmerz als ein glühendes Messer, das in das Auge gestochen wird.
  • Zusätzlich zum Schmerz treten auch Begleiterscheinungen auf. Die Symptome der Begleiterscheinungen sind meist ein Tränenfluss am betroffenen Auge, Bindehautrötung und ein hängendes Augenlied mit Pupillenverengung. Bei vielen Betroffenen zeigt sich zudem ein Schnupfen auf der betroffenen Seite. Ein wichtiges Merkmal der Cluster Kopfschmerzen in der Unterscheidung zur Migräne ist der Bewegungsdrang der Patienten während der Attacke. Im typischen Fall schildern die Patienten, dass sie während der Schmerzattacken ruhelos umher laufen und schmerzgeplagt mit der Faust auf den Tisch schlagen. Sollten Sie eine Attacke haben, halten Sie den Kopf möglichst aufrecht! So können die Entzündungsstoffe aus den Kopfvenen besser abtransportiert werden.
  • Die Ursachen des Cluster Kopfschmerz sind nicht geklärt. Bestimmte schmerzleitende Bahnen im Bereich eines Nervs werden durch noch unbekannte Einflüsse stimuliert, was zu einer Vielzahl von Veränderungen des Hirnstoffwechsels führt, welcher dann die Attacken auslöst.
  • “Trigger” lösen Cluster Kopfschmerz-Attacken aus. Diese sind nicht die eigentlichen Ursachen, aber mögliche Auslöser des Cluster Kopfschmerz. Bekannte „Trigger“ sind zum Beispiel Alkohol und Histamin. Patienten berichten zudem von flackerndem  und grellem Licht, Lebensmittelzusatzstoffen wie Glutamat und Natriumnitrit, Gerüchen von Lösungsmitteln und Benzin und vielen weiteren Dingen als Auslöser von Cluster Kopfschmerzen. Weitere mögliche Auslöser sind extreme Hitze  und große Höhenänderungen. Reisen Sie im Urlaub also nicht an Orte, die sich mehr als 3000 Meter über dem Meeresspiegel befinden. Je höher Ihr Ferienort liegt, desto weniger Sauerstoff enthält die Luft und das begünstigt Attacken.
  • Die Auswirkungen der verschiedenen Trigger ist bei den Patienten individuell sehr unterschiedlich. Allgemein kann man nur raten: Meiden Sie Diskotheken mit Flackerlicht und schlecht belüftete Räume. Sauerstoffmangel kann eine Cluster Kopfschmerz –Attacke verursachen. Experten nehmen außerdem an, dass Nikotin ebenfalls Cluster-Attacken-Auslöser sein kann.  Verzichten Sie auf Alkohol, zumindest während einer Clusterphase. Er kann Attacken auslösen, da er die Adern weitet. Aus demselben Grund können Nitrate ein Auslöser für Anfälle sein.Verzichten Sie daher möglichst auf Nahrungsmittel mit den Konservierungsstoffen Natrium-Nitrat (E 251) und Kalium-Nitrat (E 252).
  • Präventivbehandlung ist die wichtigste Therapie. Die Therapie der Cluster Kopfschmerzen erfolgt anders als bei der Migräne, in erster Linie präventiv und nicht ausschließlich durch eine Akutbehandlung. Als Methode der Therapie  ist in erster Linie die Inhalation von 100-%igem Sauerstoff üblich.  8 bis 10 Liter/min für 10 bis 15 Minuten. Am besten spricht der Körper in der Phase des Attackenbeginns und im Attackenmaximum auf den Sauerstoff an. Eine Behandlung  mit Lidocain beendet bei 4 von 5 Patienten die Attacke. Der Patient soll auf dem Rücken liegen, den Kopf  rückwärts gestreckt und um  30 bis 40 Grad zur Seite der Kopfschmerzen geneigt haben. Dann wird 1 ml Lidocain langsam in das Nasenloch der betroffenen Seite hineingetropft. Der Patient soll noch einige Minuten so verharren.
  • Die Homöopathie bietet zurzeit leider noch keine Mittel gegen den Cluster Kopfschmerz. Gängige Schmerzmittel wie ASS, Ibuprofen oder Paracetamol sind unwirksam. Wenn die Beschwerden einige Zeit nach Einnahme einer Schmerztablette dennoch nachlassen, liegt das am normalen Verlauf der Schmerzattacke und nicht am Medikament. Entspannungsverfahren und ähnliche Maßnahmen können den Cluster Kopfschmerz-Verlauf nicht bedeutsam verändern. Der Einsatz einer alternativen Behandlung, wie Akupunktur, Massagen und transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) etc. sind bei Cluster Kopfschmerzen sinnlos und verzögern die Aufnahme einer effektiven Therapie.

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